Rund 140 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Landkreis Osterholz trafen sich am Samstag, den 17. Oktober zu einer gemeinsamen Großübung. Verstärkt wurden sie von Einsatzkräften des DRK, THW und der DLRG. Zuvor waren die 25 Einsatzfahrzeuge in einer gemeinsamen Kolonne aufgebrochen und verlegten in den Bereich rund um Neu St. Jürgen. Hier hatte die Übungsleitung vier anspruchsvolle Szenarien ausgearbeitet.
Die komplexeste Lage stellte sich für die Einsatzkräfte an einem Bahnübergang im Gewerbegebiet dar. Hier kamen der Fachzug Technische Hilfe, zu dem auch das Löschfahrzeug Katastrophenschutz der Ortsfeuerwehr Pennigbüttel gehört, zum Einsatz. Die angenommene Lage war eine Kollision zwischen einer Regionalbahn und einem Pkw. Eingeklemmte Personen in dem Pkw, eine größere Anzahl Verletzter im Zug, sowie der Verdacht auf einen möglichen Gefahrstoffaustritt waren die Rahmenbedingungen, mit denen sich die Einsatzkräfte auseinandersetzen mussten. Unfalldarsteller, die realistisch mit Verletzungsmustern geschminkt waren, sowie Pyrotechnik des THW, welche für Rauch und Flammen sorgte, schufen eine sehr realitätsnahe Einsatzbedingungen.
Zu dem 2. Fachzug Technische Hilfe gehört der durch die Ortsfeuerwehr Osterholz-Scharmbeck besetzte Rüstwagen-Kran mit Boot. Diese Einheit kam bei Melchers Hütte zum Einsatz. Hier trieben nach einem Kanu-Unfall vier Personen verletzt in der Hamme. Gemeinsam mit der DLRG arbeiteten die Einsatzkräfte diese Aufgabe zu Lande wie auch vom Wasser aus ab.
Auch in Worpswede beschäftigte ein simulierter Brandeinsatz die Einsatzkräfte: dort mussten sie sich durch ein komplett verrauchtes Wohnhaus arbeiten, um vermisste Personen zu finden. Zudem hatten Flammen auf eine benachbarte Lagerhalle übergegriffen – auch hier waren Personen vermisst. Aufwendig musste die Halle von Trupps unter Atemschutz durchsucht werden. Die Einsatzkräfte aus Scharmbeckstotel waren hier mit Ihrem Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz im Einsatz.
Eine Reihe von Gästen, darunter Dominik Vinbruck (Dezernent Landkreis Osterholz), Stefan Schwenke (Bürgermeister Worpswede), Stefan Ritthaler (Bürgermeister Grasberg) sowie Vertreter von Verwaltung, Feuerwehr und befreundeten Organisationen, überzeugten sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit der „neuen“ Feuerwehrbereitschaft. Nach rund vier Stunden, fand die Großübung am Feuerwehrhaus Neu St. Jürgen mit gemeinsamer Verpflegung und einer kleinen Nachbesprechung ihr Ende.

















