Ortsfeuerwehr Osterholz-Scharmbeck – Jahreshauptversammlung

Ortsbrandmeister Tilman Behrens (links) mit allen Beförderten

Ortbrandmeister Tilman Behrens konnte am 30. Januar im Rathaussaal knapp 50 aktive Mitglieder sowie Mitglieder der Altersabteilung zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Als Gäste waren Bürgermeister Torsten Rohde, Kreisbrandmeister Jan Hinken sowie Stadtbrandmeister Chris Hartmann der Einladung gefolgt.

Einsatzgeschehen

Das Einsatzvolumen im Jahr 2025 befand sich mit 228 Einsätzen erneut über dem des Vorjahres (209) und zeigt nach wie vor eine steigende Tendenz (2020: 156). Die Einsätze der 73 Aktiven gliederten sich in 53 Brandeinsätze, 126 Hilfeleistungen und 48 Fehlalarme. Letztere sind im Vergleich zum Vorjahr leider ebenfalls erneut angestiegen.

Inhaltlich war das Jahr primär von Standardeinsätzen geprägt. Zu den erwähnenswerten Einsatzlagen zählten der Brand mehrerer Garagen zu Beginn des Jahres, bei dem die Freisetzung von asbestähnlichen Stoffen in dem Brandobjekt ein aufwendiges Reinigen des Einsatzmaterials erforderte, diverse Pkw Brände, ein Dachstuhlbrand in Buschhausen, Wohnungsbrände in der Bahnhofstrasse und der Drosselstraße sowie der Brand von 36 Rundballen in Lintel.

Im Bereich der Hilfeleistungen blieb die Rettung einer Person mittels Sprungpolster beim Sprung von einer Brücke in Erinnerung, sowie die Alarmierung zu diversen Verkehrsunfällen, unter anderem zu einer schwer eingeklemmten Person in einem Pkw im Juni auf der Teufelsmoorstraße.

Eine besondere Wetterlage sorgte im Juni für 14 witterungsbedingte Alarmierungen in einer Nacht, sodass die sogenannte ELO (Einsatzleitung Ort) im Feuerwehrhaus in der Heimstraße aktiviert wurde, um die Leitstelle Bremerhaven zu entlasten. In der Folge dieser Lage wurden dringend benötigte Verbesserungen in der Infrastruktur für solche Lagen im Feuerwehrhaus identifiziert und durch gemeinsames Engagement von Verwaltung und Feuerwehr kurzfristig umgesetzt, wie der Ortsbrandmeister in seinem Bericht lobend erwähnte.

Die Drehleiter rückte zu 71 Einsätzen aus (Vorjahr 60) und wurde auch in den Nachbargemeinden zu Unterstützung eingesetzt.

 

Dienstbetrieb

Neben diversen Sitzungen, Besprechungen und Ähnlichem wurden 85 Ausbildungsdienste durchgeführt. Insgesamt fielen allein bei der Einsatzabteilung über 8.500 geleistete Stunden an (2885 Stunden für Einsätze, 929 Stunden für Lehrgänge, 3540 Stunden für Ausbildungs- und Arbeitsdienste, 1147 Stunden für ausgearbeitete Dienste der Kinder- und Jugendfeuerwehr). Fast 600 Stunden investierten zudem die Gerätewarte in die Pflege von Fahrzeugen und Material.

Eine Arbeitsgruppe beschäftige sich mit der Ausschreibung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs als Ersatz für des stark in Anspruch genommene aktuelle HLF. Dieses war im Jahr 2025 bei 190 Einsätzen gefordert. Nach zeitintensiver Planung konnte der Nachfolger ausgeschrieben und zwischenzeitlich bestellt werden. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen.

Abschließend bedankte sich der Ortsbrandmeister bei allen Mitgliedern der Ortsfeuerwehr für ihren Einsatz: „Eure Bereitschaft, Zeit, Kraft und Herzblut für die Gemeinschaft einzubringen, zeigt, was echter Zusammenhalt bedeutet. Egal ob im Einsatz, bei Diensten oder beim kameradschaftlichen Beisammensein. Auf euch ist Verlass. Dafür mein größter Respekt und Anerkennung.“

Neben einem Dank an das Ortskommando und seine beiden Stellvertreter fanden auch die Arbeit von Altersabteilung sowie der Kinder- und Jugendfeuerwehr lobende Erwähnung.

Tilman Behrens dankte ebenso Stadtverwaltung und Stadtbrandmeister für die gute Zusammenarbeit. „Sämtliche Probleme und Angelegenheiten werden ernst genommen und bestmöglich geklärt. Die Arbeit der Ortsfeuerwehr Osterholz-Scharmbeck wird hier wertgeschätzt.“

Auf die unverändert angespannte bauliche Situation in der Heimstraße kam der Ortsbrandmeister abschließend auch noch zu sprechen. „Das bestehende Feuerwehrhaus in der Heimstraße entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine leistungsstarke Schwerpunktfeuerwehr. Sämtliche Räumlichkeiten sind deutlich zu klein dimensioniert und stoßen regelmäßig an ihre Grenzen“. Hier besteht aus Sicht der Feuerwehr dringender Handlungsbedarf.

Anschließend berichteten die Verantwortlichen von Jugend- und Kinderfeuerwehr sowie der Altersabteilung von ihren diversen Programmpunkten und Veranstaltungen im Jahr 2025: So nahmen die 23 Mitglieder der Jugendfeuerwehr an einer Reihe von besonderen Diensten und Wettbewerben teil. Highlight des Jahres war das einwöchige Zeltlager in Schwanewede, berichtete der amtierende Jugendfeuerwehrwart Sebastian Röhrs. Über die Aktivitäten der nach wie vor stark nachgefragten Kinderfeuerwehr berichtete Kinderfeuerwehrwartin Yvonne Dommaschke. Und auch die Altersabteilung war wie gewohnt sehr aktiv. Ihr Vertreter Wilfried Teetz berichtet von der Vielzahl von Terminen, wie die Besichtigung des neuen Feuerwehrhauses in Grasberg, die die 20 Mann starke Gruppe im Jahr 2025 wahrgenommen hatte.

Ehrungen

Durch den Bürgermeister wurde Carsten Bredemeier für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. Kreisbrandmeister Jan Hinken zeichnete zudem im Namen des Kreisfeuerwehrverbandes für langjährige Mitgliedschaft Horst Schierholz (50 Jahre), Wilfried Röpke (60 Jahre) und Heinrich Hesse (70 Jahre) aus.

Beförderungen

Befördert wurden: Juliana Geestmann, Kim-Benjamin Lütkemeier (Feuerwehrfrau/Feuerwehrmann), Andy Brennecke, Jakob Mackenberg, Leon Becker, Sebastian Röhrs, Tjark Chuttek (Oberfeuerwehrmann), Sebastian Hanmann, Stefan Goetzke, Tom Diegner (Hauptfeuerwehrmann), Andreas Mehrtens (Erster Hauptfeuerwehrmann), Dennis Schendel, Hendrik Schumacher, Isabelle Heese, Melanie Borchers, Thomas Meyer, Tim Elksnat, Yvonne Dommaschke (Brandmeisterin/Brandmeister), Sascha Gerkens (Oberbrandmeister), Katharina Burmeister, Peter Oerding (Hauptbrandmeister), Heiko Bartsch, Marcel Dommaschke, Oliver Chuttek (Erster Hauptbrandmeister), Carsten Bredemeier, Chris Hartmann (Brandinspektor) sowie Cüneyt Yumusak (Oberbrandinspektor).

Verleihungen

Aufgrund der neuen Feuerwehrverordnung wurden zudem einige Dienstgradbezeichnungen angepasst. Neue Dienstgrade wurden verliehen an: Tim Sobottka (Brandmeister), Mirco Ruthemeier (Oberbrandmeister), Lars Howald, Torsten Diegner (Hauptbrandmeister), Dennis Vogel, Frank Wöhltjen (Oberbrandinspektor), Heiko Ruthemeier, Olav Heese und Tilman Behrens (Hauptbrandinspektor).

Neuaufnahmen

Aus der Jugendfeuerwehr wurde Joris Schilling offiziell in die Einsatzabteilung übernommen. Zudem konnte sich Ortsbrandmeister Behrens mit Jan Barei, Rene Kühler, Fabian Röpe und Chris Sorge über vier Quereinsteiger freuen. Torsten Schilling wurde von der Einsatzabteilung in die Altersabteilung überführt.

Wahlen

Neu in Funktionen gewählt wurden: Sebastian Röhrs (Jugendfeuerwehrwart), Katharina Burmeister (stellv. Jugendfeuerwehrwartin), Tobias Schmidt (Gruppenführer und Atemschutzgerätewart), Sascha Gerkens (stellv. Zugführer), Hendrik Schumacher (Gruppenführer), Daniel Hartmann und Stefan Goetzke (Kassenprüfer)

In ihren Ämtern bestätigt wurden: Torsten Diegner (Kassenwart), Marcus Schilling (Schriftführer), Nico Fröhlich (stellv. Schriftführer), Marius Blume (Funkwart), Tim Elksnat (stellv. Funkwart)

Grußworte der Gäste

Stadtbrandmeister Chris Hartmann berichtete über die Personal- und Einsatzsituation der Stadtfeuerwehr insgesamt und betonte die Bedeutung der Schwerpunktfeuerwehr, die -wie in jedem Jahr- deutlich mehr als die Hälfte aller insgesamt anfallenden Einsätze zu absolvieren hatte. Zudem unterstrich er die Wichtigkeit der initiierten Fahrzeugbeschaffungen. Verbunden mit einem besonderen Dank an die Verwaltung, hob der Stadtbrandmeister die gegenüber dem Vorjahr verbesserte Situation beim Thema Persönliche Schutzausrüstung hervor. „Im letzten Jahr wurde an dieser Stelle das Thema mit eindrücklichen Worten angemahnt. Heute können wir uns auf die Lieferung von 100 Bekleidungsätzen freuen, die uns planmäßig in ca. acht Wochen erreichen sollen und die Umstellung auf Pool-Bekleidung ermöglichen werden.“ Auch das Thema Gebäude nahm er auf und versprach hier weiter den Dialog mit der Verwaltung zu suchen.

Bürgermeister Torsten Rohde freute sich über die Einladung zur Jahreshauptversammlung und bedankte sich für den erbrachten Einsatz im vergangenen Jahr. Er betonte die Wichtigkeit der Feuerwehr, die die Verwaltung trotz knapper Budgets dazu motivierte, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Zudem betonte der Bürgermeister wie gut die Schwerpunktfeuerwehr aufgestellt ist und die professionelle Außenwirkung, die sie erzeuge.

Kreisbrandmeister Jan Hinken schloss sich dem Dank und der Anerkennung für die geleistete Arbeit an. Er betonte den Anspruch an das Handeln: „wir machen die Arbeit so professionell, als wäre es unser Beruf“. Für dieses Engagement wünsche er sich mehr Respekt von außen, so der Kreisbrandmeister.

Mit einigen Ausführungen zu sonstigen dienstlichen Angelegenheiten und einem ausdrücklichen Dank an den Festausschuss für die Arbeit in den vergangenen Monaten, ging die Jahreshauptversammlung zu Ende.

Herzlichen Dank für die Fotos an Frank Wöhltjen