500 brennende Heuballen

Am Freitagabend wurden zunächst die Ortsfeuerwehren Ohlenstedt, Garlstedt und Hülseberg zu einem Brand in die Straße Aßberg im Ortsteil Ohlenstedt alarmiert. Gemeldet waren zunächst rund 50 brennende Ballen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen die Heuballen bereits im Vollbrand. Zunächst galt es, die Lage zu koordinieren, eine Wasserversorgung aufzubauen und eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Dabei wurde unter anderem das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Garlstedt mit seinem Monitor eingesetzt. Auch die weiteren Einsatzkräfte gingen unmittelbar gegen den Brand vor und verhinderten gemeinsam eine weitere Ausbreitung des Feuers auf die angrenzenden Bäume und die umliegende Vegetation.

Aufgrund der abgelegenen Einsatzstelle und des hohen Löschwasserbedarfs wurden die Ortsfeuerwehr Pennigbüttel mit ihrem Tanklöschfahrzeug sowie die Ortsfeuerwehr Scharmbeckstotel mit ihrem LF 20 KatS mit automatischem Schlauchverlegesystem nachalarmiert. Zusätzlich wurden die Führungsunterstützungsgruppe der Stadtfeuerwehr sowie der Einsatzleitwagen 1 der Ortsfeuerwehr Osterholz-Scharmbeck alarmiert. Mit den nachrückenden Kräften wurde die Wasserversorgung weiter ausgebaut und ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um das benötigte Löschwasser zur Einsatzstelle zu bringen.

Während des laufenden Einsatzes kam es zu einer weiteren Alarmierung für die Ortsfeuerwehr Pennigbüttel. Mehrere Anrufer hatten starken Rauch und deutlichen Brandgeruch wahrgenommen und eine mögliche weitere Brandstelle gemeldet. Die Ortsfeuerwehr Pennigbüttel rückte daraufhin mit ihrem weiteren Fahrzeug aus, um der Meldung nachzugehen. Vor Ort stellte sich heraus, dass die wahrnehmbare Rauch- und Geruchsentwicklung vom Brand in Ohlenstedt ausging. Aufgrund der weiterhin starken Rauchentwicklung entschied sich die Einsatzleitung daraufhin, über das Warnsystem MoWaS eine amtliche Warnung der Bevölkerung herauszugeben. Die Warnung wurde über die entsprechenden Warnkanäle, unter anderem die Warn-App NINA, verbreitet.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden zwei Bagger eingesetzt, um die brennenden Ballen auseinanderzuziehen. Dadurch konnten die Einsatzkräfte auch tieferliegende Glutnester erreichen und gezielt Ablöschen. Die Arbeiten gestalteten sich aufgrund der großen Menge an Strohballen aufwendig und zogen sich über mehrere Stunden hin.

Mit zunehmender Einsatzdauer wurden aufgrund der hohen Temperaturen und zur Ablösung der bereits eingesetzten Kräfte die Ortsfeuerwehren Sandhausen und Freißenbüttel nachalarmiert. Die nachrückenden Kräfte übernahmen Aufgaben an der Einsatzstelle und ermöglichten die Ablösung bereits länger eingesetzter Einsatzkräfte.

Da der Löschwasserbedarf weiterhin hoch war, wurde im weiteren Verlauf auch das Tanklöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Osterholz-Scharmbeck nachalarmiert und in den bestehenden Pendelverkehr eingebunden.

Im Verlauf der Löscharbeiten stellte sich heraus, dass deutlich mehr Strohballen betroffen waren als zunächst gemeldet. Insgesamt standen rund 500 Strohballen in Brand. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung auf die angrenzenden Bäume und die umliegende Vegetation verhindert werden. Der Schwerpunkt lag anschließend auf dem Auseinanderziehen der Ballen, dem Ablöschen der Glutnester und den erforderlichen Nachlöscharbeiten.

Für die weiteren Nachlöscharbeiten wurden schließlich auch die Ortsfeuerwehren Heilshorn und Teufelsmoor alarmiert. Damit waren im Verlauf des Einsatzes alle zehn Ortsfeuerwehren der Stadtfeuerwehr Osterholz-Scharmbeck in die Bewältigung des Großbrandes eingebunden.

Nach über 15 Stunden Einsatzdauer konnte gegen Mittag schließlich Feuer aus gemeldet werden. Anschließend wurden noch abschließende Kontrollen und Nachlöscharbeiten durchgeführt.

  • Einsatzort: Aßberg, Ohlenstedt, Osterholz-Scharmbeck
  • Alarmstichwort: brennende Heuballen
  • Einsatzzeit: 21:46 Uhr – 13:40 Uhr
  • Ortsfeuerwehren: Freißenbüttel, Garlstedt, Heilshorn, Hülseberg, Ohlenstedt, Osterholz-Scharmbeck, Pennigbüttel, Sandhausen, Scharmbeckstotel, Teufelsmoor