Ortsfeuerwehr Ohlenstedt betreut Sandsackfüllmaschine des Landkreises

Nach den Geschehnissen beim Hochwasser zum Jahreswechsel 2023/24 welche auch den Landkreis Osterholz immens zB. in Lilienthal betraf, wurden vom Land Niedersachsen finanzielle Mittel in Höhe von 10 Millionen Euro zur Beschaffung von Hochwasserschutzausstattung zur Verfügung gestellt, um für zukünftige Extremwetterereignisse besser vorbereitet zu sein.

Diese werden von Organisationen wie THW, Freiwilliger Feuerwehr, etc. betreut.

So wurden 45 Sandsackfüllmaschinen und 15 km mobile Deichsysteme für das Land Niedersachsen beschafft. Ein Deichsystem (stationiert in Grasberg) und zwei Sandsackfüllmaschinen wurden dem Katastrophenschutz des Landkreis Osterholz zugesprochen. Jeweils eine Maschine befindet sich in der Gemeinde Schwanewede in Hinnebeck und im Stadtgebiet Osterholz-Scharmbeck betreut durch die Ortfeuerwehr Ohlenstedt.

Zur Maschine gehört auch diverses Zubehör. So ist ein Transportanhänger inklusive eines Materialcontainers notwendig, um auf schnellstem Wege zum Einsatzort zu gelangen. Ebenso gehört ua. ein Pavillon, Beleuchtungsmaterial, Rollbahnen und Nähmaschinen sowie diverses Kleinmaterial zum Umfang dazu.

Nun ist bei zukünftigen Hochwasserlagen den Einsatzkräften eine effizientere Befüllung der Säcke möglich. Bis zu 2.000 Säcke pro Stunde sollen an den vier Abfüllstationen möglich sein. Das entspricht ca. der Menge von 26to bzw. 25m³.

Wenn alle Stationen besetzt sind um das optimale Ergebnis zu erzielen werden 20 Personen benötigt. Vom Maschinenführer, vier Abfüller, vier Personen an den Nähmaschinen, Personen die packen und weiterreichen und wieder welche, die Material auffüllen wie den Sand, Säcke, Garn etc. .

Vor einigen Tagen wurden bei einem Übungsdienst den Kameraden der Umgang nähergebracht. Nach einer theoretischen Einweisung ging es zur Praxis. Nachdem die Abfüllmaschine samt Zelt und allem aufgebaut wurde durfte sich jeder einmal an allen Stationen ausprobieren. Das richtige Händchen beim Befüllen der Säcke zu entdecken, die Nähmaschinen richtig beim Verschließen zu führen oder die richtige Stapelmethode der Sandsäcke zu finden. Selbst das Befüllen mit Schlepper, Radlader oder Bagger muss geübt werden. Es soll ermöglicht werden, dass bei Hochwassereinätzen (auch Bundesweit) die Kameraden Spontanhelfer unter Beaufsichtigung einweisen und -führen können.