Über 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Landkreis Osterholz trafen sich Ende Oktober zu einer gemeinsamen Großübung auf dem Gelände der Fassmer Werft in Lemwerder. Verstärkt wurden sie von Kräften der DLRG und des THW. Zuvor waren die rund 25 Einsatzfahrzeuge in einem gemeinsamen Konvoi von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Pennigbüttel ins Übungsgebiet aufgebrochen. Die Stadtfeuerwehr war mit Fahrzeugen und Person aus Osterholz-Scharmbeck, Pennigbüttel und Scharmbeckstotel vertreten.
Auf dem weitläufigen Werftgelände bestanden ausreichend Platz und Möglichkeiten, sich einer Reihe von anspruchsvollen Szenarien zu stellen. Jörg Laude, stellv. Kreisbrandmeister, hatte die verschiedenen Szenarien für die in vier Fachzüge aufgeteilten Einsatzkräfte ausgearbeitet. „Die heute geübten Einsätze können uns so auch jederzeit im Alltag begegnen“, so Laude. „Auch wenn einige davon sicherlich außergewöhnlich waren wie beispielsweise Unfälle mit Booten“.
So sah sich der „Technische Zug“ am Ochtumer Hafen mit einem komplexen Verladeunfall konfrontiert. Ein Boot hing halbseitig an einem Mobilkran, der selbst zu kippen drohte. In dem Boot befanden sich Verletzte, eine unbekannte Anzahl an Personen war zudem ins Hafenbecken gestürzt. Während mittels eines Krans Boote von Feuerwehr und DLRG zu Wasser gelassen wurden, sicherten weitere Kräfte den havarierten Mobilkran und leiteten die Menschenrettung aus dem in der Luft hängenden Boot ein.
Währenddessen arbeitete der „Wassertransportzug“ einen ausgiebigen Kellerbrand in den weitläufigen Kellerräumen unter der Werft ab. Eine unbekannte Anzahl von vermissten Personen sowie eine sehr unübersichtliche Gesamtlage machten den Einsatz kräfteintensiv und herausfordernd.
Der Übungsplan sah insgesamt neun umfangreiche Szenarien vor, was für alle eingesetzten Kräfte eine Herausforderung war, aber auch eine gute Gelegenheit, das eigene Können zu testen und neue Wege auszuprobieren. Insgesamt gab es viel Lob für die Großübung von den vielen Teilnehmern. Insbesondere der Austausch untereinander und die gemeindeübergreifende Arbeit an den Einsatzszenarien wurde von allen Teilnehmern sehr geschätzt.











