Eine intensive Gewitterfront sorgte am Freitagabend für zahlreiche Einsätze im Stadtgebiet Osterholz-Scharmbeck. Die erste Alarmierung erfolgte um 19:00 Uhr für die Ortsfeuerwehr Heilshorn. In der Bremer Straße war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt.
Bereits vier Minuten später erfolgte die erste Alarmierung für die Ortsfeuerwehr Osterholz-Scharmbeck mit dem Stichwort Baum auf Straße. In den folgenden Minuten gingen zahlreiche weitere wetterbedingte Einsatzmeldungen aus dem gesamten Stadtgebiet ein. Aufgrund des erhöhten Einsatzaufkommens wurde gegen 19:15 Uhr die Einsatzleitung Ort (ELO) im Feuerwehrhaus Osterholz-Scharmbeck eingerichtet und nahm ihren Betrieb auf. Von dort aus wurden die eingehenden Einsätze gesichtet, priorisiert und auf die Einsatzkräfte verteilt.
Im weiteren Verlauf waren die Ortsfeuerwehren Osterholz-Scharmbeck, Heilshorn, Pennigbüttel und Scharmbeckstotel im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Der Einsatzschwerpunkt lag dabei im Stadtkern von Osterholz-Scharmbeck. Neben umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen mussten auch vollgelaufene Keller leergepumpt sowie Gefahrenstellen abgesichert werden.
Zudem beschäftigten mehrere sturmbedingte Schäden an Gebäuden die Einsatzkräfte. Teilweise waren größere Bereiche von Dächern beschädigt oder abgedeckt worden. In einzelnen Fällen mussten Straßen vorsorglich gesperrt werden, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Gebäudeteile oder Dachziegel herabstürzen.
Während die Einsatzkräfte die zahlreichen Unwettereinsätze abarbeiteten, ging die Meldung über eine ausgelöste Brandmeldeanlage im Krankenhaus ein. Die Ortsfeuerwehr Osterholz-Scharmbeck wurde daraufhin aus den laufenden Einsatzmaßnahmen herausgelöst und übernahm die Erkundung vor Ort. Nach der Kontrolle des betroffenen Bereiches konnte keine Feststellung gemacht werden, sodass die Einsatzkräfte anschließend wieder in die Unwetterlage eingebunden wurden.
Auch die Ortsfeuerwehr Pennigbüttel war an mehreren Einsatzstellen im Stadtgebiet eingesetzt. Unter anderem beseitigten die Einsatzkräfte einen umgestürzten Baum auf der Bundesstraße 74, der die Fahrbahn in beide Richtungen blockierte.
Im Verlauf des Abends beschäftigte die Einsatzkräfte zudem ein Blitzeinschlag in eine große Eiche. Durch die Wucht des Einschlags wurde der Stamm massiv beschädigt und teilweise aufgespalten. Da Teile des Baumes auf ein Wohnhaus zu stürzen drohten, wurde die Einsatzstelle zunächst durch die Feuerwehr erkundet. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse auf dem Grundstück konnte die Drehleiter jedoch nicht in Stellung gebracht werden. Daher wurde ein Fachberater des THW-Ortsverbandes Osterholz-Scharmbeck hinzugezogen. Nach der Beurteilung der Lage wurden zusätzlich der THW-Ortsverband Osterholz-Scharmbeck sowie Spezialkräfte des THW Bremerhaven alarmiert.
Gegen 22:30 Uhr konnte die Einsatzleitung Ort wieder aufgelöst werden. Zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt 31 Einsätze im Stadtgebiet abgearbeitet worden. Auf dem Rückweg zu ihrem Feuerwehrhaus wurde die Ortsfeuerwehr Scharmbeckstotel noch zu einem brennenden Müllbehälter alarmiert und übernahm auch diese Einsatzstelle.
Die Arbeiten an der durch Blitzschlag beschädigten Eiche dauerten jedoch weiterhin an. Vor dem Einsatz des Teleskopladers wurden die beschädigten Baumteile unter anderem mittels Kabelzug gesichert. Mithilfe eines speziellen Teleskopladers wurde versucht, die beschädigten Baumteile kontrolliert zurückzuschneiden. Die Maßnahmen zogen sich bis in die späten Abendstunden, konnten jedoch durch die eingesetzten Kräfte nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Die weitere Durchführung der Arbeiten wurde daher an eine Fachfirma übergeben.













